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26.06.2017 14:50

Bundesdelegiertenversammlung des VPT ein voller Erfolg

Rund 80 Delegierte und Vorstandsmitglieder des Verbandes Physikalische Therapie e.V. trafen sich am 16. und 17. Juni in Bremen zu einem konstruktiven Austausch.

„Der Beruf des Physiotherapeuten ist nicht ersetzbar!“. Mit diesen Worten beendete Prof. Dr. med. Giovanni Maio (Institut für Ethik und Geschichte der Medizin, Freiburg) seinen Vortrag mit dem Thema ‚Helfen durch Berührung - Zur Bedeutung der Physiotherapie als unersetzbare Beziehungsarbeit‘ und erntete tosenden Beifall der Zuhörer. Sehr anschaulich und wertschätzend hat er dargestellt, dass die Physiotherapie deutlich mehr ist als ein Abarbeiten gelernter Techniken. Vertrauen, Berührung und der Wille dem Patienten zu helfen stehen im Vordergrund.

Gefolgt wurde der Fachvortrag von den Berichten des Präsidiums, der Vorstellung der neuen Geschäftsführerin der Bundesgeschäftsstelle, Maike Klüwer, dem Geschäftsbericht des VPT sowie den Revisionsberichten des Steuerberaters. Die im Großen und Ganzen positiven Berichte wurden lediglich dadurch etwas getrübt, dass auch die Mitgliederzahlen den Fachkräftemangel im Markt tendenziell widerspiegeln. Diese sind im Vergleich zu den Vorjahren leicht zurückgegangen.

Sowohl der Bundesvorsitzende Karl-Heinz Kellermann als auch sein Stellvertreter Hans Ortmann lobten in ihren Berichten die Zusammenarbeit der einzelnen Heilmittelverbände innerhalb des Spitzenverbandes (SHV) und verdeutlichten, dass diese zukünftig noch weiter ausgebaut wird. Es wurde hervorgehoben, dass es nicht zuletzt auch dieser Zusammenarbeit zu verdanken sei, dass in zahlreichen Bundesländern bereits jetzt Gebührenabschlüsse in zweistelliger Höhe zustande gekommen sind. Auch im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit und der Imagepflege unserer Branche trägt die gemeinsame Arbeit im SHV erste Früchte.

Nach der einstimmigen Entlastung des Präsidiums referierte der VPT-Justiziar D. Benjamin Alt über aktuelle Themen aus der verbandseigenen Rechtsabteilung und Karl-Heinz Kellermann über die Gebühren- und Vertragsverhandlungen in Ostdeutschland und auf Bundesebene. Über die im Voraus gestellten Anträge wurde abgestimmt.

Der Sonnabendmorgen begann dann pünktlich um 09:00 Uhr mit den Ehrungen der langjährigen Delegierten. Mit der goldenen Ehrennadel des Verbandes wurden Hans Ortmann (Landesgruppe Bayern) und Michael Kiefer (Landesgruppe Baden-Württemberg) für jeweils 15 Jahre als Bezirksvorsitzende ausgezeichnet. Paul Niederecker (Landesgruppe Nordrhein-Westfalen) erhielt die Auszeichnung für 40 Jahre Mitgliedschaft im Verband.

Anschließend präsentierten Frau Prof. Dr. Jutta Räbiger (Alice Salomon Hochschule Berlin) und Frau Karin Rahn (IKK Brandenburg und Berlin) die lang ersehnte Auswertung des VPT-Modellvorhabens zur Blankoverordnung nach § 63 SGB V. Die nachfolgende angeregte Diskussion zeigte, wie sehr allen Delegierten dieses Thema am Herzen liegt.

Die Versammlung endete mit den Berichten aus den einzelnen Arbeitsgruppen des VPT, so dass die Delegierten mit einem breiten Strauß an aktuellen Informationen über den VPT und die Welt der Physiotherapie vom Präsidium verabschiedet werden konnten. Ein besonderer Dank gilt der VPT Landesgruppe Weser-Ems für die Organisation und Ausrichtung der diesjährigen Bundesdelegiertenversammlung. 

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