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26.06.2017 14:44

Deutscher Ärztetag lehnt Substitution ab und beschließt neues Berufsbild

Der 120. Deutsche Ärztetag 2017 hat einem Konzept zur Einführung eines neuen akademisch ausgebildeten Assistenzberufs zugestimmt. Das von der Bundesärztekammer und der KBV erarbeitete Delegationsmodell „Physician Assistant“ (PA) soll in allen Landesärztekammern, in denen entsprechende Studiengänge existieren oder eingerichtet werden, als Grundlage für die Zusammenarbeit mit den Hochschulen dienen. Der PA soll der Arztentlastung und –unterstützung dienen. Zu seinen Tätigkeitsbereichen gehören u.a. die Mitwirkung an Untersuchungen und Eingriffen sowie administrative Aufgaben.

Zulassungsvoraussetzung für das Bachelor-Studium ist eine dreijährige erfolgreich abgeschlossene Berufsausbildung in einem Gesundheitsfachberuf (z.B. MFA). Bei der Implementierung und Begleitung der Studiengänge sollen die Hochschulen mit den Ärztekammern zusammenarbeiten, während eine von privaten Hochschulen angebotene Ausbildung zum PA abgelehnt wird. Diagnose- und Indikationsstellung, Therapiehoheit und die Gesamtverantwortung für den Behandlungsprozess sollen weiterhin allein beim Arzt bleiben. Im Zuge dessen hat der Ärztetag in einem weiteren Beschluss die Substitution ärztlicher Leistungen und Aufgaben durch nichtärztliche Gesundheitsberufe konsequent abgelehnt.

Im beigefügten Dokument finden Sie ausführliche Informationen zum Thema Delegation/Substitution auf den Seiten 111-118.

Zugehörige Dateien:

Beschluesse_AErztetag_2017__002_.pdf

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