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14.10.2019 14:36

§ 20b SGB V: Betriebliche Gesundheitsförderung

Nicht nur die Krankenkassen unterstützen die Betriebe bei der betrieblichen Gesundheitsförderung. Auch Arbeitgeber können pro Beschäftigten und Jahr bis zu 500 Euro für qualitätsgesicherte Maßnahmen zur verhaltensbezogenen Primärprävention und zur betrieblichen Gesundheitsförderung aufwenden, ohne dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter diese Zuwendungen als geldwerten Vorteil versteuern müssen.

Nicht nur die Krankenkassen unterstützen die Betriebe bei der betrieblichen Gesundheitsförderung. Auch Arbeitgeber können pro Beschäftigten und Jahr bis zu 500 Euro für qualitätsgesicherte Maßnahmen zur verhaltensbezogenen Primärprävention und zur betrieblichen Gesundheitsförderung aufwenden, ohne dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter diese Zuwendungen als geldwerten Vorteil versteuern müssen.

Entsprechend der ab dem 1. Januar 2019 gültigen Fassung des § 3 Nr. 34 des Einkommensteuergesetzes (EStG) sind Aufwendungen von Arbeitgebern für Leistungen „zur Verhinderung und Verminderung von Krankheitsrisiken und zur Förderung der Gesundheit in Betrieben, die hinsichtlich Qualität, Zweckbindung, Zielgerichtetheit und Zertifizierung den Anforderungen der §§ 20 und 20b des Fünften Buches Sozialgesetzbuch genügen“ einkommensteuerfrei. Neu hinzu kommt, dass ab 1. Januar 2019 eine Zertifizierung für die Leistungen zur Verhinderung und Verminderung von Krankheitsrisiken (verhaltensbezogene Prävention) entsprechend § 20 Abs. 2 und 5 des SGB V erforderlich ist. Die Zertifizierung war bisher nicht Voraussetzung für die Steuerbefreiung und sorgt daher für eine leichte Verschärfung.

Für Gesundheitsmaßnahmen, die vor dem 1. Januar 2019 begonnen wurden und die nach der neuen Regelung unzertifiziert sind, hat der Gesetzgeber eine Übergangsregelung getroffen: Für bereits laufende Maßnahmen ist das Zertifizierungsverfahren erstmals maßgeblich für Sachbezüge, die nach dem 31. Dezember 2019 gewährt werden.

Durch diese Regelung ist es möglich, dass bereits in Betrieben vorhandene Angebote zur Verhinderung und Verminderung von Krankheitsrisiken und zur betrieblichen Gesundheitsförderung, die das Finanzamt als einkommensteuerbefreit bis Ende 2018 anerkannt hat, im Jahr 2019 noch wie bisher fortgeführt werden können.
Die Zertifizierung erfolgt über die „Zentrale Prüfstelle Prävention“ (www.zentrale-pruefstelle-praevention.de).

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