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10.03.2020 10:41

Bund-Länder-Arbeitsgruppe fordert Schulgeldfreiheit – Jetzt handeln!

In dem von der Bund-Länder-Arbeitsgruppe „Gesamtkonzept Gesundheitsberufe“ veröffentlichten Eckpunktepapier wird zum wiederholten Mal die Abschaffung des Schulgeldes gefordert. Eines der zentralen Anliegen des Verbandes Physikalische Therapie. Der VPT fordert daher alle Bundesländer auf, dieses neben den Physiotherapeuten, insbesondere endlich auch für Masseure und medizinische Bademeister, umzusetzen. Die Zeit ist reif…

Bereits im Koalitionsvertrag der aktuellen Bundesregierung ist die Schulgeldfreiheit für alle Gesundheitsfachberufe verankert. Bis heute wurde dieses in kaum, bzw. nur sporadisch von den Bundesländern umgesetzt. Und wenn, dann nur für einige Berufsgruppen. Eine vollständige Abschaffung des Schulgeldes blieb bisher aus.

Besonders die Schüler*innen zum Masseur und medizinischen Bademeister waren von den Übergangslösungen mancher Bundesländer nicht betroffen. Ein Zustand, welcher nicht nur bei den Auszubildenden auf Unverständnis stieß.

In dem am 04.03.2020 veröffentlichten Eckpunktepapier spricht sich nun auch die Bund-Länder-Arbeitsgruppe „Gesamtkonzept Gesundheitsberufe“ für die endgültige Abschaffung des Schulgeldes aus.

Wörtlich heißt es: „Das Schulgeld und vergleichbare Geldzahlungen für die Ausbildung in den Gesundheitsfachberufen sollen daher abgeschafft werden. Dazu wird eine Regelung für das Diätassistentengesetz, das Ergotherapeutengesetz, das Gesetz über den Beruf des Logopäden, das Masseur- und Physiotherapeutengesetz, das MTA-Gesetz, das Orthoptistengesetz, das Gesetz über den Beruf des pharmazeutisch-technischen Assistenten und das Podologengesetz entworfen, nach der eine Vereinbarung über die Verpflichtung der Schülerin oder des Schülers, für die Ausbildung eine Entschädigung, Schulgeld oder vergleichbare Geldzahlungen zu zahlen, nichtig ist.“

Der VPT begrüßt diese Aussage und fordert erneut alle Bundesländer auf, die Schulgeldfreiheit zeitnah umzusetzen. Nicht nur für angehende Physiotherapeuten, sondern für alle Gesundheitsfachberufe, insbesondere auch für die Schüler*innen zum Masseur und medizinischen Bademeister.

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